Auf ihrer Tagung in Neukaledonien im Juli 2001
unterstrich PERG die Notwendigkeit einer fortgesetzten Unterstützung
des Pazifikreferats für:
- die Evangelische Kirche auf Neukaledonien und den Loyalty-Inseln.
Die Kirche beschäftigt sich mit den Vereinbarungen von Nouméa
und klärt die Menschen über die Folgen auf, die die
Niederlassung einer Bergbaugesellschaft in der Nordprovinz für
ihr Leben und ihre ohnehin schon gefährdete Umwelt haben
könnte;
- den Weg Neukaledoniens zur Selbstbestimmung. Dazu muss ein nachhaltiges
Wirtschaftssystem gehören, das laut PERG begleitet sein muss
von kultureller Entwicklung, einem integrierten Entwicklungskonzept
und ökumenischem Geist;
Ausbildung, Ausrüstung und Weiterbildung der pazifischen
Kirchen in der Informationstechnologie.
Dialog
und Konsultation fördert; bei der Umsetzung ökumenischer
Initiativen in der Region hilft – wie z.B. der Dekade zur
Überwindung von Gewalt oder der ÖRK-Arbeit zur wirtschaftlichen
Globalisierung.
Im
Jahre 2001 hat das Pazifikreferat geholfen, Informations- und Austauschbesuche
sowie Begegnungen innerhalb und zwischen Ländern und Regionen
zu organisieren; ferner hat es Ausbildung angeboten; lokale Programme
beratend und seelsorgerlich begleitet; kleine Gruppen zur Strategieplanung
zusammengebracht; und theologische Reflexion und Gemeinwesenbildung
in den Ortskirchen gefördert.
bei der Umsetzung ökumenischer Initiativen in der Region
hilft
– wie z.B. der Dekade zur Überwindung von Gewalt oder der
ÖRK-Arbeit zur wirtschaftlichen Globalisierung
Zur Vorbereitung der ökumenischen Teilnahme am
Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (2002) organisierte das
ÖRK-Pazifikreferat 2001 in Zusammenarbeit mit dem Team für
Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung (JPC) einen Konsultationsprozess,
der folgende Veranstaltungen einschloss:
- eine Tagung von Wirtschaftsexperten aus dem Pazifischen Raum im
März 2001 in Genf; die Gruppe entwarf einen Vorschlag für
eine mögliche Antwort der Kirchen im Pazifik auf die wirtschaftliche
Globalisierung;
- eine Konsultation der pazifischen Mitgliedskirchen des ÖRK
im Mai 2001 zur Erörterung des Reaktionsentwurfes; die anwesenden
kirchlichen Verantwortlichen tauschten Informationen und Berichte
über die Auswirkungen der wirtschaftliche Globalisierung auf
ihre Gemeinden aus;
- eine internationale Konferenz über Kirchen und Globalisierung
im August 2001 auf Fidschi; die Konferenz nahm das überarbeitete
endgültige Dokument mit dem Titel „Die Insel der Hoffnung“
entgegen. Darin werden Elemente der „pazifischen Lebensweise“
beschrieben und Alternativen zur Globalisierung vorgeschlagen.
In
einer Pressemitteilung über die Konferenz hieß es: „Im
Mittelpunkt der Tagung stand ein Beitrag der Kirchen im Pazifischen
Raum, den sie „Insel der Hoffnung“ nannten. Insel der
Hoffnung ist eine Metapher für die Ganzheit des Lebens, deren
wesentliche Merkmale Großherzigkeit, Wechselseitigkeit und
das Miteinanderteilen der Gemeingüter sind – in starkem
Kontrast zu den Hauptmerkmalen der Globalisierung. Die pazifischen
Kirchen stellten echte und durchführbare Alternativen zur Globalisierung
vor, die die Gesellschaften im Pazifik seit Generationen bestehen
lassen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus anderen Teilen der Welt
konnten sich mit diesem pazifischen Konzept durchaus identifizieren.
Der internationalen Konferenz auf Fidschi waren Regionalkonferenzen
in Budapest und Bangkok sowie im Mai im Pazifik vorausgegangen;
ferner eine Konsultation, auf der internationale Jugendvertreter
und –vertreterinnen mit ihren Counterparts aus dem Pazifik
zusammentrafen. Der ÖRK plant weitere internationale und regionale
Tagungen in Lateinamerika, der Karibik, Nordamerika und Afrika.
Diese internationale Tagung hatte im Pazifischen Raum stattgefunden,
damit das Konzept der „Insel der Hoffnung“ die späteren
Konsultationen prägen und dort weiterentwickelt werden könnte.“
Effizientes
Teilen und Effektive Solidarität
Um
Partnerschaften in der ökumenischen Gemeinschaft aufzubauen
(und die Geber/Empfänger-Beziehungen zu ersetzen),
ein Diskussionsforum anzubieten, auf dem Gemeinschaften, Partnerkirchen
und Hilfsorganisationen über ökumenische Anliegen sprechen
können,
die Einigung über einen Haushalt, über Finanzkontrollen
und über Berichtersstattung zu ermöglichen und
um zu langfristigen Finanzierungsverpflichtungen zu ermutigen
arbeitet das Pazifikreferat mit runden Tischen.
Ein
runder Tisch der Pazifischen Konferenz der Kirchen
(PCC) im Oktober 2001 auf Fidschi beschäftigte sich mit einer
ganzen Reihe von Fragen, einschließlich - Rechenschaftsstrukturen
und thematische Berichterstattung der PCC - Anstieg der Selbstmordrate
unter Jugendlichen auf Samoa der Konflikt auf den Salomonen -
(nach dem Putsch von 2001 auf Fidschi) der Frage, wem das Land
gehört, und der Notwendigkeit für die Kirche, den Armen und nicht
nur einer einzigen Gemeinschaft zu dienen.
Ein
pazifisches Partnerforum, das ebenfalls im Oktober
auf Fidschi stattfand, brachte wichtige regionale NROs zusammen,
die sich mit den Themen Umwelt, Kapazitätsaufbau, Geschlechterfragen,
kontextuelle Theologie sowie Frauen und Theologie befassten. Die
Tagung machte deutlich, dass eine stärkere Vernetzung nötig ist,
und die NROs kamen überein, einmal jährlich zusammenzutreffen
und weitere Wege der Zusammenarbeit an diesen Themen zu sondieren.
Kapazitätsaufbau/Kompetenzbildung
für Kirchen und ökumenische Organisationen
Durch Workshops
über Finanzmanagement und strategisches Planen, Staatsbürgerkunde
und Menschenrechtstraining, Kapazitätsaufbau bei den kommunikativen
Infrastrukturen etc. will das Pazifikreferat in Zusammenarbeit mit
der Pazifischen Konferenz der Kirchen (PCC) Pilotprojekte für verbesserte
Planung und Berichterstattung fördern und einen langfristigen Ausbau
der Organisations- und Führungsstrukturen in den Kirchen, Nationalen
Kirchenräten und anderen ökumenischen Organisationen fördern
.
Im Anschluss an eine Konsultation über Geschäfts- und Finanzmanagement
im Februar 2001, auf der die Einrichtung einer Institution vorgeschlagen
worden war, die den Kirchen bei der Verbesserung ihres Finanzmanagements
helfen kann, wurde auf einer Konsultation im September 2001 auf
Fidschi die Pacific Churches Management Society (PCMS) geschaffen.
Auf dieser Konsultation stellte der ÖRK-Referent für Afrika die
Arbeit der afrikanischen Kirchen als beispielhaft vor für die
Einigung von Kirchen und Partnern auf eine einheitliche Berichterstattung
für alle in der Region arbeitenden Einrichtungen.
Das
ÖRK-Pazifikreferat organisierte 2001 zwei Tagungen zur Förderung
des Bewusstseins von Bürgerrechten und –pflichten: eine Tagung
der Ökumenischen Regionalgruppe Pazifik (PERG) im Juli in der
Nordprovinz von Neukaledonien, die sich mit der Vereinbarung von
Nouméa beschäftigte, und eine Tagung über Bioethik auf Tonga Mitte
März. Letztere wurde in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kirchenrat
von Tonga und dem ÖRK-Team für Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung
(JPC) durchgeführt. Der Verkauf des tongaischen Genpools wurde
als Fallstudie für die Untersuchung jüngster Entwicklungen in
der biogenetischen Technologie und ihrer potenziellen Auswirkungen
auf künftige Generationen herangezogen.
Folgen
des Nuklearversuche
Das Pazifikreferat
des ÖRK arbeitet mit regionalen Gremien wie der Vereinigung Moruroa
e Tatou und anderen zusammen, um das internationale Bewusstsein
für die Folgen der Nuklearversuche im Pazifik zu schärfen.
Die Vereinigung
der ehemaligen Testarbeiter auf Moruroa Moruroa e Tatou wurde offiziell
am 4. Juli 2001 auf einer Gründungsversammlung ins Leben gerufen,
an der über 175 ehemalige Arbeiter und/oder die Ehepartner verstorbener
oder kranker Arbeiter teilnahmen. Die neue Vereinigung hat u.a. (unter
Aufsicht eines Gesundheitsspezialisten, der britische, australische,
neuseeländische und fidschianische Atomtest-Veteranen vertritt) eine
medizinische Umfrage durchgeführt und eine Delegation nach Japan entsandt,
um ein Buch über die Auswirkungen der Nukleartests im Pazifik vorzustellen.
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