Die
Arbeit des Teams Diakonie & Solidarität in den Regionen:
Lateinamerika
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Eine
kleine Pfingstkirche, 60 km von Rio de Janeiro entfernt.
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HINTERGRUND:
In
den Jahren vor den Gedenkfeiern zum 500. Jahrestag der Eroberung
Lateinamerikas durch die Spanier (1992) konzentrierte sich die Aufmerksamkeit
des Teams primär auf Fragen der Identität. In den späteren
neunziger Jahren verlagerte sie sich auf kollektive Menschenrechte
im Allgemeinen und auf wirtschaftliche und soziale Rechte im Besonderen,
da diese von der Umsetzung der strukturellen Anpassungspolitik in
Mitleidenschaft gezogen werden.
Im Kontext zunehmender Globalisierung und wachsender Armut förderte
das D&S-Büro für Lateinamerika die Reflexion über
ganzheitliche Entwicklung und ökumenisches Miteinanderteilen
von Ressourcen (ESR); es unterstützte Kirchen und kirchliche
Gruppen in ihrem Streben nach Frieden in Gerechtigkeit und Versöhnung
in Mittelamerika.
Das Büro will in seiner zukünftigen Arbeit folgende Herausforderungen
aufgreifen:
die fortdauernde Notlage ausgegrenzter Menschen - Frauen, Kinder,
Entwurzelte und all jene, die von politischen und wirtschaftlichen
Krisen heimgesucht werden;
Hindernisse für die Funktionsfähigkeit und Eigenständigkeit
der ökumenischen Bewegung in Lateinamerika;
das anhaltende Wachstum von evangelikalen Gemeinschaften und Pfingstkirchen
unter den Armen, wobei viele dieser Kirchen zunehmend soziale
und politische Arbeit in ihrer Gesellschaft leisten.
BEISPIELE
UNSERER ARBEIT IN LATEINAMERIKA:
Evangelikale, Politik
und Gesellschaft in Lateinamerika (EPOS)
Eine auffällige
Entwicklung in Lateinamerika war und ist das schnelle Wachstum
der evangelikalen und Pfingstkirchen. Gegenwärtig bemühen
diese Kirchen sich darum, das gesellschaftliche, politische und
wirtschaftliche Leben zu beeinflussen, und einige haben sogar
ihre eigenen politischen Parteien gegründet.
Einige dieser evangelikalen
und Pfingstkirchen erwägen neue Formen christlicher Präsenz
in der Gesellschaft - wie z.B. die Beteiligung an Gemeinschaftsprojekten,
bewusstseinsbildende Arbeit, Ausbildung und Schulung, Mission
im Kontext der Globalisierung - oder denken über ihr gesellschaftliches
Engagement in einer theologischen und ethischen Perspektive nach.
EPOS ist ein regionales
Netzwerk von Kirchen und kirchlichen Organisationen mit Sitz in
Peru. Es organisiert Konsultationen und Studien und veröffentlicht
eine Zeitschrift (Iglesia y Misión) sowie Studiendokumente.
Nationale Koordinatoren und Koordinatorinnen kommen jährlich
zusammen, um die Aktivitäten des Netzwerks zu evaluieren
und zu planen.
Der Lateinamerikanische
Rat der Kirchen (CLAI) und der ÖRK - über sein D&S-Büro
für Lateinamerika - sehen die Arbeit von EPOS als wichtig
für alle Kirchen und für die ökumenische Bewegung
in der ganzen Region an.
Mit der Unterstützung
von EPOS verbindet das D&S-Büro für Lateinamerika dieses
Jahr die Hoffnung:
der Reflexion über
den Aufbau von Demokratie, politischen Pluralismus, ökologische
Bewusstseinsbildung sowie Anliegen von Frieden und Solidarität
Impulse zu geben;
den Dialog zwischen
den politischen Parteien, die mit evangelikalen Kirchen in Beziehung
stehen, zu fördern;
Mittel und Wege
zu finden, um den Evangelikalen bei der Entwicklung einer politischen
Kultur zu helfen, die den besonderen Bedürfnissen und Herausforderungen
der jeweiligen Region angepasst ist;
neue Modelle für
eine ganzheitliche Mission weiterzugeben.
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Brasilianische
Kinder verkaufen Süßigkeiten auf der Straße
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Notunterkünfte
für Mädchen
Das Zentrum für die Verteidigung
der Rechte von Kindern und Jugendlichen setzt sich in Pernambuco,
Brasilien, für junge Frauen, Jugendliche, Straßenkinder
und arbeitende Kinder, Prostituierte, junge Mütter und jugendliche
Straftäter ein.
Eines seiner Ziele besteht darin,
als Modell für andere brasilianische Einrichtungen zu dienen,
die mit der Zielgruppe Mädchen und junge Frauen arbeiten.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Zentrums - Ärzte,
Psychologen, Sozialarbeiter, Lehrer, Erzieher und andere - versuchen,
die wichtigsten Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu
erkennen, ihnen zu helfen, ihre Selbstachtung wiederzugewinnen
u nd eine konstruktive Lebensplanung zu entwickeln.
Besorgt über die Gewalt
auf den Straßen, hat das Zentrum eine Telefon-Hotline eingerichtet;
es leistet Rechtshilfe, informiert über Gesundheitsfragen,
Empfängnisverhütung und Schutz vor AIDS und kümmert
sich um straffällig gewordene Kinder sowie Prostituierte.
Das D&S-Büro für Lateinamerika hält solche Pilotprogramme
für außerordentlich wichtig und unterstützt daher
dieses Zentrum.
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