Die Arbeit des D&S-Teams in den Regionen:
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Transportprobleme in Haiti, 1993.

In den 80er und 90er Jahren wurden vielen Ländern der Karibik Strukturanpassungsprogramme aufgezwungen, die in der Region wachsende Armut und Ausgrenzung zur Folge hatten.

Die Karibik ist reich an Kulturen, Sprachen und Traditionen. Die Globalisierung hat Zersplitterung, Individualismus und Wettbewerb hervorgerufen und positive traditionelle Werte - wie auch die Ökumene - in den Hintergrund gedrängt. Die Kirchen versuchen, ihre eigenen Prioritäten zu setzen und dabei die Tradition ökumenischer Einmischung aufrechtzuerhalten und dem Engagement für Gerechtigkeit und Menschenwürde treu zu bleiben.

Ökumenisches Miteinanderteilen hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Nach ausführlichen Gesprächen mit der Karibischen Konferenz der Kirchen hat der ÖRK eine gemeinsame Regionalgruppe für ökumenisches Miteinanderteilen eingesetzt, die Programmprioritäten identifiziert und beurteilt. In einer Untersuchung des Teams für regionale Beziehungen über Miteinanderteilen in der Karibik wurden der Erfahrungsschatz der Kirchen in der Region und seine Bedeutung für die jüngeren Generationen hervorgehoben.

EIN BEISPIEL FÜR UNSERE ARBEIT IN DER KARIBIK:
GRENCODA

GRENCODA (Grenada Community Development Agency - Zentrum für Gemeinwesenentwicklung) wurde 1986 gegründet, drei Jahre nach der Invasion Grenadas durch US-Truppen, als sich der Staat mehr und mehr aus den sozialen Diensten zurückzog. Das Zentrum konzentriert sich auf die ländliche Entwicklung. Laut seinem Mandat fördert es "gemeinschaftsbezogene Initiativen, die zur Eigenständigkeit von Niedriglohnempfängern, Kleinbauern, Jugendlichen und Frauen beitragen, die Lebensqualität der Menschen verbessern und zu einer gerechteren Einkommensverteilung in der Gesellschaft führen".

Zu den von GRENCODA finanzierten und begleiteten Projekten gehören Landwirtschaft, Kooperativen für die Verarbeitung von Agrarprodukten sowie für landwirtschaftliche Geräte, eine Vorschule, Erwachsenenbildung, Gesundheitsdienste, Rechtshilfe und -beratung sowie Ausbildungsprogramme. In den letzten Jahren hat sich das Zentrum beispielsweise auf Projekte konzentriert, die in ländlicher Umgebung Landwirtschaft und Tourismus kombinieren, sowie auf Umweltprobleme im Küstenbereich und auf den verantwortlichen Umgang mit den Ressourcen.

Das Team für regionale Beziehungen ist einer der internationalen Partner, die GRENCODA unterstützen. Es ist tief beeindruckt vom Erfolg des Zentrums in seinen Bemühungen, Partizipation, Eigenständigkeit und Nachhaltigkeit in einem Umfeld von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und sozialer Krise zu fördern.


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