Team für Diakonie & Solidarität (D&S)
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„Afrikas Kampf um Selbstbestimmung und Rassengerechtigkeit, insbesondere die Anti-Apartheid-Kampagne, hat zahlreiche internationale Menschenrechtsinstrumente mitgestaltet. Hier steht die Welt in Afrikas Schuld, aber sie weiß es zumeist gar nicht. Afrikas jüngste Initiativen für politischen und wirtschaftlichen Aufschwung bieten der internationalen Gemeinschaft Gelegenheit, diese Schuld zu begleichen. Wir müssen echte Partnerschaften mit afrikanischen Völkern und Einrichtungen bilden, wenn sich an den materiellen Verhältnissen der Menschen tatsächlich etwas ändern soll, und es müssen dauerhafte Grundlagen gelegt und gefestigt werden.“
Mary Robinson, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte

Porträt der Region
Afrika ist ein riesiger Kontinent, in den Argentinien, China, Europa, Indien, Neuseeland und die USA gemeinsam hineinpassen; allerdings leben hier nicht einmal eine Milliarde Menschen.

Die Bevölkerung des gesamten Kontinents beträgt 819, 9 Mio. Das bevölkerungsreichste Land ist Nigeria (mit 108 Mio. Einwohnern). Die staatlichen Ausgaben für Gesundheit und Bildung machen in Afrika insgesamt nur 6,7% des BIP aus.

Der Größe des Kontinents enspricht die Vielfalt seiner Kulturen und Sprachen. Diese Tatsache sowie fehlende Infrastrukturen für die Kommunikation schränken kontinentweite Initiativen beträchtlich ein. Gedanken- und Personalaustausch funktionieren hauptsächlich auf regionaler und subregionaler Ebene.

In 18 der insgesamt 53 afrikanischen Staaten ist das Christentum die Mehrheitsreligion, in 14 ist es der Islam und in 5 sind es traditionelle Glaubensrichtungen; in 14 weiteren Ländern hat sich keine Mehrheitsreligion herausgebildet. In 31 afrikanischen Ländern gibt es eine ÖRK-Mitgliedskirche; die Gesamtzahl der ÖRK-Mitgliedskirchen in Afrika beträgt 89, darunter 8 angeschlossene Mitgliedskirchen.

Afrika- Referat


Überladenes Auto auf dem Weg nach Monrovia, Liberia


Die Regent Road Baptist Church in Freetown, Liberia, wurde im Bürgerkrieg schwer beschädigt. Solange die Wiederaufbauarbeiten dauern, findet der Gottesdienst im Keller statt. (2001)

 


Sonntagsschul-Schülerinnen bei der Feier des 10. Jahrestags der Inthronisierung Seiner Heiligkeit Abune Paulos, Patriarch von Äthiopien, Erzbischof von Axum und Echegue des Stuhls des Hl. Teklehaimanot in der Dreifaltigkeitskathedrale in Addis Abeba (Juli 2002)


Kenema town, Sierra Leone (2001)


Bei einem 4-stündigen Besuch in Yirol, Südsudan, wurde der ÖRK-Generalsekretär Pfr. Dr. Konrad Raiser von Mitgliedern der Ortsgemeinden begrüßt (Juli 2002)

 

Ein Kontinent, der kämpft und hofft

Das krisengeschüttelte Afrika ist hinreichend bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich viele Menschen in Afrika auch um Veränderung bemühen. Zu diesen Bemühungen um wirtschaftliche, politische und technologische Veränderungen gehören der Aktionsplan von Lagos (1980), der Afrikanische Alternativrahmen zu strukturellen Anpassungsprogrammen (1989) – zwei Beispiele, die der Westen und speziell die Weltbank und der IWF durch ihre eigenen alternativen Mechanismen ersetzten, die dann aber versagt haben! Die jüngste von Afrika selbst lancierte Initiative ist eine „Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung“ (NEPAD), die von den reichen Ländern auch wieder genauestens unter die Lupe genommen wird.

Afrika steht allein da und wird in einer globalisierten Welt entweder untergehen oder schwimmen. Diese Botschaft der ÖRK-Vollversammlung 1998 in Harare veranlasste den ÖRK, einen Arbeitsschwerpunkt Afrika einzurichten. Afrika braucht Begleitung auf seinem Weg der Hoffnung. Die Stärkung von Partnerschaften und Kapazitäten sind die zwei wichtigsten Aufgaben des Afrika-Referats.

Geopolitische Hauptprobleme
  • wirtschaftliche Gerechtigkeit und gute Regierungsführung
  • Konflikte und Krieg Armutsbekämpfung
  • Bildung und Gesundheit
  • Jugendarbeitslosigkeit
  • Bevölkerungswachstum und dessen Folgen.
  • Wichtigste ökumenische Anliegen
  • Gesundheit und HIV/AIDS
  • Gerechtigkeit, Friedensstiftung und Versöhnung
  • Bildung, spirituelle Erneuerung und religiöse Pluralität
  • Kompetenzbildung und
  • Kapazitätsaufbau für Führungskräfte und Organisationen
  • .

    Die Bildung ökumenischer Gemeinschaften von Kirchen und Kirchenräten auf regionaler Ebene ist eine realistische Antwort auf Afrikas Vielfalt und auf die Infrastrukturprobleme im Kommunikationsbereich.


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