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    Die Globalisierung ist aus verschiedenen historischen Entwicklungen wie Kolonialismus und Imperialismus hervorgegangen. Im wirtschaftlichen und politischen Bereich nimmt sie gegenwärtig die Form einer Globalisierung der Unternehmensstrukturen an, die sich am neoliberalen Wirtschaftsmodell orientiert und durch die modernen Technologien, die Medien sowie militärische Präsenz gestützt wird.

    Gleichzeitig ist die Globalisierung nicht auf den wirtschaftlichen und politischen Bereich begrenzt, sondern hat auch kulturelle, ökologische, ethische, religiöse und sogar eschatologische Auswirkungen. Das JPC-Team konzentriert sich in seinen Bemühungen, die Herausforderungen der Globalisierung anzunehmen, auf wirtschaftliche Gerechtigkeit, auf eine Vision von der Erde als Heimat und auf eine Ethik, in deren Mittelpunkt das Leben steht.

    Zu seinen Arbeitsmethoden gehören

  • Studienarbeit zum globalen System;
  • Kritik an der neoliberalen Marktideologie, die der schnellen Globalisierung als Motor dient;
  • Alternativen, die aus dem Überlebenskampf der Menschen entstehen.

  • Reisgarben zum Trocknen aufgestellt
    (Indonesien, 2004)

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    In einer Situation zunehmender Ungleichheit, Machtkonzentration, sozialer Ausgrenzung und Umweltzerstörung sehnen sich die Menschen nach einem menschenwürdigen Leben in gerechten und überlebensfähigen Gemeinschaften.

    Wenn dieses Ziel verwirklicht werden soll, müssen wir uns einsetzen für

  • Gleichberechtigung als grundlegendes Recht, das auch anderen Lebensformen zusteht;
  • Achtung der Vielfalt in Anerkennung der Komplementarität, z.B. von Kulturen, Arten, religiösen Traditionen;,
  • Rechenschaftspflicht als Verantwortung füreinander und für die Erde;,
  • Partizipation als maximale Einbeziehung aller Betroffenen;
  • Genügsamkeit als Verpflichtung, die Grundbedürfnisse aller zu erfüllen;
  • Subsidiarität als Weg zur optimalen Delegation der Entscheidungskompetenz und damit zur Machtverteilung nach unten.

    Wirtschaftliche Globalisierung wirkt sich auf unterschiedliche Weise auf die Umwelt aus

  • multinationale Konzerne verlegen ihre Betriebe in Entwicklungsländer, um die strengeren Umweltauflagen ihrer Heimatländer zu umgehen
  • Verschiffung von Giftmüll aus den Industrieländern zur Lagerung in Länder des wirtschaftlichen Südens;
  • freie Handelsabkommen, die die Kompetenzen nationaler Regierungen zur Verabschiedung von Umweltgesetzen einschränken
  • Zerstörung der Regenwälder in der südlichen Hemisphäre zwecks Lieferung tropischer Hölzer an Verbraucher in nördlichen Ländern und zur Schaffung von Weideland für Rinder, die der Norden für die Herstellung von Hamburgern benötigt
  • Transport von Gütern und Material über weite Entfernungen mit entsprechender Umweltverschmutzung
  • Druck auf Länder des wirtschaftlichen Südens zwecks Umstellung auf umweltzerstörende Anbaumethoden für Exportkulturen, um ihre Schulden zu bedienen.
  • Es gibt eine Reihe von gemeinsamen Nennern hinter diesen Formen der zerstörerischen Verbindung von wirtschaftlicher Globalisierung und Ökologie

  • zwischen den Industriestaaten des Nordens und den Ländern des wirtschaftlichen Südens besteht ein signifikantes Ungleichgewicht, das den reicheren Ländern einen übermäßigen Einfluss bei internationalen Verhandlungen über multilaterale Finanz-, Handels- und Umweltfragen erlaubt; ein wichtiges Beispiel hierfür ist der Konflikt zwischen multilateralen Umweltabkommen (z.B. die UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel und die UN-Konvention zur Biodiversität) sowie Abkommen und Bestimmungen der Welthandelsorganisation;
  • eine unkritische Umsetzung der Ideologie des freien Marktes und der Deregulierung hat effektiv einen großen Teil der Entscheidungshoheit nationaler Regierungen, deren Aufgabe die Sorge um das Allgemeinwohl ist, auf die multinationalen Konzerne übertragen, deren Ziel Gewinn ist und die sich nicht rechenschaftspflichtig fühlen;
  • internationale Finanzinstitute, über deren Politik weitgehend die reichen Industrienationen entscheiden, halten die Staaten des wirtschaftlichen Südens als finanzielle Geiseln und stellen Forderungen an sie (Schuldentilgung, strukturelle Anpassungsprogramme, Strategiedokumente zur Armutsbekämpfung), die als Segen für die armen Länder hingestellt werden, die aber in vielen Fällen das soziale Wohl und die ökologische Nachhaltigkeit dieser Länder unterminieren;
  • die Globalisierung eines Wirtschaftssystems, das auf unbegrenztem Wachstum von Produktion und Konsum basiert, um einen unersättlichen Verbrauchermarkt in den Industriestaaten zu befriedigen, hat verheerende ökologische Folgen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene.

    Es gibt Möglichkeiten, die Umwelt und Gesellschaft zerstörenden Aspekte der wirtschaftlichen Globalisierung in Frage zu stellen und alternative Ansätze zu verfolgen, die bestandfähige Gemeinschaften aufbauen. Eines der Diskussionsforen für solche Alternativen war der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung vom 26. August – 4. September 2002 in Johannesburg. Mitglieder der Zivilgesellschaft, darunter Vertreter und Vertreterinnen der Glaubensgemeinschaften, kritisieren zurzeit die zwischenstaatlichen Verhandlungen über vorgeschlagene Weltgipfel-Übereinkommen und schlagen alternative Strategien vor, die auf die sozialen Ungleichheiten und den Umwelt zerstörenden Charakter der wirtschaftlichen Globalisierung eingehen.

    Eine der Rollen der Glaubensgemeinschaften in diesen Debatten ist die Artikulierung spiritueller und ethischer Dimensionen. Das Ökumenische Team, das im April 2002 in New York an der dritten Vorbereitungstagung für den Weltgipfel teilgenommen hat, formulierte eine Zusammenfassung seiner Analyse eines alternativen Ansatzes zur wirtschaftlichen Globalisierung, der auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit basiert.

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  • Kontaktpersonen
    Martin Robra
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